Aufbau und Implementierung eines Quartierslabors in der Kernstadt Steinheim

Titel des Projekts: GeiSt – Gemeinsam in Steinheim

GeiSt-Logo


Laufzeit: September 2014 bis August 2017


Kurzbeschreibung: Ziel des Projekts ist der Aufbau eines Quartierstützpunkts im Nachbarschaftszentrum des Helene-Schweitzer-Zentrums. Mit Unterstützung der Stiftung Wohlfahrtspflege, der Johannesstiftung, der Stadt Steinheim und dem Ev. Johanneswerk entsteht dort ein Unterstützungsnetzwerk mit Kultur-, Freizeit- und Hilfeangeboten von und für die Steinheimer Bürgerinnen und Bürger.


Das Projekt gliedert sich in folgende Cluster:

Teilhabe und Partizipation
•    Sozialraumanalyse
•    Mieterversammlungen
•    Runde Tische zu verschiedenen  Fachthemen

Beratung
•    Präventiver Hausbesuch
•    Elder-Care
•    Beratungsangebote „seniorenfreundliche Unternehmen“

Arbeit im Quartiersstützpunkt
•    Angebote zur Freizeitgestaltung
•    Kulturelle Angebote
•    Intergenerative Angebote

Qualifizierung
•    Walkie-Talkie –Laufgruppen
•    Bürgermoderation
•    Bürger im Quartier

Mainstreaming
•    Bürgertage
•    Kontinuierliche Pressearbeit


Homepage GeiSt - Gemeinsam in Steinheim

www.geist-steinheim.de


Download Erfahrungsbericht zum Projekt  


Kooperationspartner

Kooperationspartner

Projektteam

Ulrike Overkamp Ulrike Overkamp / Projektleitung

Karola Schmidt Uta Schröder Esther Schlüter Holger Sieg

Karola Schmidt       Uta Schröder           Esther Schlüter       Holger Sieg


 

Projekt "GeiSt" gewinnt den Deutschen Pflegeinnovationspreis 2018

Pflegepreis

 

Die Preisverleihung am 14. März in Berlin machte es offiziell: „GeiSt – Gemeinsam in Steinheim“ ist der Gewinner des Pflegeinnovationspreises 2018. GeiSt hat eine gelungene Kooperation mit der Stadt und ihren Bürgern gestartet. Den Bewohnern bietet das innovative Quartiersmanagement individuelle Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten sowie zahlreiche Freizeitangebote.

GeiSt – Ein innovatives Netzwerk

Das GeiSt-Projekt startete 2014 als Initiative der Stadt Steinheim und des Alters-Instituts des Evangelischen Johanneswerks zur Bewältigung des demografischen Wandels in der Region. Im Rahmen des Projekts baute das Ev. Johanneswerk mit Unterstützung der Stiftung Wohlfahrtspflege das „Helene-Schweitzer-Zentrum“, eine stationäre Einrichtung für 48 Bewohner, sowie 28 barrierefreie Wohnungen für ältere und pflegebedürftige Menschen und einem Nachbarschaftszentrum. Der damalige Bürgermeister und der Rat der Stadt Steinheim standen von Beginn an voll hinter dem Projekt und auch der heutige Bürgermeister, Carsten Torke, unterstützt es weiterhin mit seiner Arbeit in der Johannesstiftung, welche die Quartiersarbeit nach Projektende weiterführt. "Das Projekt „GeiSt“ – ein Gewinn für Steinheim. Ein großartiges Konzept, von allen Beteiligten aktiv gestaltet. Getragen von dem Willen, die geschaffenen Strukturen auch weiterhin  mit Leben zu füllen. Politik und Verwaltung unterstützen gerne und aus tiefer Überzeugung die Fortführung der erfolgreich implementierten Quartiers- und insbesondere Gemeinwesenarbeit. Viele Kommunen im Land blicken auf Steinheim. Darauf sind wir stolz, auch auf den Preis, den wir erhalten haben", sagt Torke.

Herzstück ist ein neuartiges Quartiersmanagement mit sechs Schwerpunkten: Ein Netzwerk kleiner Hilfen im Alltag, Entlastung für pflegende Angehörige, Hilfen für Familien mit an Demenz erkrankten Angehörigen, Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger im Quartier, (pflegerische) Krisenintervention und Netzwerkarbeit sowie ein regelmäßiges Angebot eines offenen Mittagstischs im Quartier. Gemeinsam mit Gemeinwesenarbeiterin Karola Schmidt entwickeln die Bürgerinnen und Bürger neue Formen des Miteinanders. Kochen und Essen, handwerkliche Arbeiten, Kultur- und Sportangebote, sowie Beratungs- und Qualifizierungsangebote stehen schon auf der Tagesordnung. Zu bestimmten Schwerpunkten wie Betreuung, Mobilität, Qualifizierung, Jung mit Alt, Internet/Social Media und Kultur erarbeiten ehrenamtliche Interessengruppen weitere Angebote für die Steinheimer Bürgerinnen und Bürger.

Vorbildhafte Pflegekonzepte sichtbar machen

Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von GeiSt war die vorbildliche Gründung einer eigenen Stiftung zur Durchführung des Vorhabens und die Kooperation des Sozialunternehmens mit der Stadt zur Finanzierung des Projektes. Die Bewohner des Stadtteils wurden in verschiedenen Projektgruppen eingebunden; zudem wurde ein Quartiersmanagement eingerichtet. „Wenn Menschen wie im Projekt GeiSt gemeinsam aktiv werden und sich gegenseitig unterstützen, stärkt das nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern auch jeden einzelnen Bewohner“, würdigt UKV-Vorstandsmitglied Manuela Kiechle den Preisträger. Mit dem Pflegeinnovationspreis wolle man vorbildhafte Projekte wie GeiSt sichtbar machen und zur Nachahmung empfehlen.

„Wunderbare Bestätigung und Ansporn für die weitere Arbeit“

Der mit 10.000 Euro dotierte Pflegeinnovationspreis wurde von der Sparkassen-Finanzgruppe gemeinsam mit der UKV - Union Krankenversicherung ins Leben gerufen. Dabei werden Lebensräume ausgezeichnet, die so gestaltet sind, dass ältere Menschen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können und dort Unterstützung und Pflege erhalten. Teilnahmeberechtigt sind Projekte, Institutionen oder Vereine, die sich der „Pflege im Quartier“ widmen, praxisbewährt sind und drei Grundpfeiler der Quartiersarbeit erfüllen: Wohnen als Grundversorgung, ortsnahe Unterstützung und Pflege so-wie Beratung und soziale Netzwerke.

2018 haben sich bundesweit 54 Projekte für den Pflegeinnovationspreis beworben. Aus diesen hat die achtköpfige Jury den diesjährigen Gewinner GeiSt gekürt. Geschäftsführer des Alters-Instituts als Projektträger von GeiSt Dr. Bodo de Vries: „Der Pflegeinnovationspreis ist eine wunderbare Bestätigung für unser neuartiges Konzept und gleichzeitig Ansporn für die weitere Arbeit. Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung und werden das Preisgeld für unsere Bürgerstiftung verwenden.“

Die Übergabe des Preises wird in feierlichem Rahmen in Steinheim stattfinden.

Sehen Sie auch den Bericht / Film der UKV - Union Krankenversicherung zum Pflegeinnovationspreis 2018.